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Australian Shepherds of AustriaÖsterreichischer Kynologenverband
 

 
Agility

Dieser in England entstandene Hundesport hat in den letzten Jahrzehnten rasch an Bedeutung zugenommen und bietet dem aktiven Hundehalter eine phantastische Möglichkeit Sport und Spaß mit seinem Hund zu kombinieren.
Bei Agility müssen Hundeführer und Hund gemeinsam einen Parcours aus verschiedenen Hindernissen in vorgegebener Zeit und mit möglichst wenig Fehlerpunkten überwinden. Der Hundeführer läuft neben dem Hund oder schickt den Hund voraus. Der Hundeführer lenkt seinen Hund nur durch Stimme, Signale und Körpersprache, das Berühren des Hundes oder der Hindernisse ist verboten.

Gute Harmonie und Vertrauen zwischen Hundeführer und Hund sind Voraussetzung, um auf diesem Gebiet erfolgreich zu sein. Dieses erzieherische und sportliche Spiel mit dem Hund erfordert eine gute Gehorsamsausbildung, da der Hundeführer den Hund nur durch Stimme und Signale kontrollieren kann. Gute Lenkbarkeit des Hundes ist bei diesem Sport essentiell. Natürlich darf dabei die Freude an der Arbeit nicht zu kurz kommen. Durch überschwengliches Lob und Spiel mit dem Hund als Belohnung am Ende der Übungen wird dem Hund vermittelt, daß Agility Spaß macht, harte Ausbildungsmethoden sind hier fehl am Platz.

Agility ist kein Geschwindigkeitslauf sondern ein Geschicklichkeitslauf. Ziel ist es den Hund dazuzubringen, die Gesamtheit der Hindernisse in der vorgeschriebenen Reihenfolge ohne Fehler und innerhalb der vorgegebenen Zeit zu bewältigen. Wer die wenigsten Fehler innerhalb der erlaubten Zeit hat, gewinnt. Nur wenn mehrere Hunde gleich viele Fehlerpunkte haben entscheidet zusätzlich die Geschwindigkeit.
Eine ernsthafte Agility-Ausbildung darf mit dem jungen Aussie erst ab einem Alter von 12 - 15 Monaten begonnen werden, wenn sich Knochen und Sehnen des Welpen gefestigt haben. Spielerisches Training (ohne Sprünge) und Kennenlernen der Hindernisse kann auch schon früher stattfinden. Auch muß der Agility-Aussie in guter körperlicher Verfassung und darf nicht zu dick sein, um die Aufgaben bewältigen zu können.

Folgende Hindernisse gilt es in einem Agility-Parcours zu bewältigen:

Hürden:
Mehrere Hochsprünge in Höhe von 75 cm müssen in vorgegebenen Richtung und Reihenfolge übersprungen werden. Unter den Hürden durchlaufen, zurückspringen und abwerfen der Hürdenstangen gelten als Fehler.

Weitsprung
(120 - 150 cm weit): 4 - 5 in gleichem Abstand am Boden liegende Elemente müssen ohne Berührung übersprungen werden.

Schrägwand, Laufsteg und Wippe
sind sogenannte Kontakthindernisse. Bei diesen Hindernissen muß der Hund eine rot-gekennzeichnete Kontaktzone zumindest mit einer Pfote berühren. Dies ist Vorschrift, um Absprünge zu vermeiden, die zu Verletzungen führen können.

Schrägwand
(A-Wand): zwei 90 cm breite Rampen, die einen 90°-Winkel bilden, müssen vom Hund überwunden werden, dabei müssen die zwei Kontaktzonen am Anfang und am Ende berührt werden.

Laufsteg:
ein mind. 120 cm hoher und 30 - 40 cm breiter Steg mit schrägem Auf- und Abgang muß begangen werden, Kontaktzonen am Anfang und am Ende sind zu berühren.

Wippe:
eine 30 - 40 cm breite Wippe muß überwunden werden, die kippende Seite der Wippe muß den Boden berührt haben, bevor der Hund sie verlassen darf, Kontaktzonen am Anfang und am Ende sind zu berühren.

Slalom:
8 - 12 Stangen im Abstand von 50 - 65 cm müssen im Slalom durchlaufen werden, wobei keine Stange ausgelassen werden darf.

Tisch
(Höhe 75 cm): Der Hund muß auf dem Tisch 5 Sekunden lang entweder liegend, sitzend oder stehend (vom Richter vorgegeben) verweilen.

Reifen:
ein 90 cm hoch angebrachter Reifen muß durchsprungen werden, seitliches Vorbeispringen am Reifen ist fehlerhaft.

Tunnel:
Unterschieden werden Folientunnel und fester Tunnel. Beide müssen in vorgeschriebener Richtung durchlaufen werden, umdrehen im Tunnel gilt als Fehler.

Je nach Schwierigkeitsgrad unterscheidet man zwischen Agility 1, 2 und 3. Die Durchlaufgeschwindigkeit und die Anzahl der Hindernisse steigert sich in den einzelnen Disziplinen. Agility kann man derzeit schon auf den meisten Hundeplätzen lernen.

Agility ist Teamwork, die Verständigung zwischen Hund und Besitzer wird verbessert. Die Harmonie zwischen beiden ist letztendlich ausschlaggebend für den Erfolg des Mensch-Hund-Teams. Das Selbstvertrauen der Hunde wächst mit jedem bewältigten Hindernis und auch der Spaß der beiden Sporttreibenden kommt nicht kurz. Wenn man bei Agility zusieht, erkennt man leicht die Freude, mit der die Hunde und auch deren Besitzer bei der Arbeit sind. Agility ist also eine tolle Möglichkeit Sport und Vergnügen mit dem Hund zu teilen.

 
Österreichischer Kynologenverband Australian Shepherds of Austria