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Weissvererbung
Die Weißvererbung beim Australian Shepherd:
Bei den Aussies kommt die Weißzeichnung in vielen verschiedenen
Zeichnungsmustern vor, einige sind fast ganz einfarbig, andere wiederum
haben recht viel Weiß an den Läufen, der Brust oder zeigen
es in Form einer weißen Halskrause oder Blesse. Schauen wir
uns doch einmal den genetischen Hintergrund der Weißzeichnung
an:
Das Gen, das die Weißfärbung bei Hunden beeinflusst,
tritt in vier Variationen auf, hat vier verschiedene Allele (Alternativen):
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S
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einfärbig
ohne weiße Abzeichen (oder auch mit ganz minimalen weißen
Flecken an den Zehen oder der Brust, die durch spezielle Reduzierungsfaktoren
entstehen) Diese Zeichnung ist korrekt für den Australian
Shepherd, kommt aber selten vor.
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si
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irische
Scheckung, weiße Flecken an einer oder mehreren der
nachfolgenden Stellen: Schnauze, Stirn, Bauch, Pfoten, Brust,
Halskrause, Schwanzspitze, weitgehend symetrische Zeichnung.
Dies ist die erwünschte Weißzeichnung beim Australian
Shepherd.
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sp
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hier
ist ein unterschiedliches Ausmaß von Weißzeichnung
möglich, reicht von Weißzeichnung wie bei si,
über einige große weiße Flecken(= "pattern
white"), bis zu einem 85%-igen Weißanteil. Die
Weißzeichnung ist eher unregelmäßig. Hunde
mit diesem Gen werden als "white-factored" bezeichnet.
Übermäßige Weißzeichnung ist eine Fehlfarbe
beim Australian Shepherd (auch weiße Flecken rund um
die Augen, an den Ohren und am Rücken) Generell sind
Hunde mit dieser Zeichnung gesund, nur bei Tieren, bei denen
der Weißanteil über ein oder beide Ohren reicht,
besteht die Gefahr, dass sie taub sind. ( DieseTaubheit ist
mit dem fehlendem Pigment verbunden) Es ist oft schwierig
zu erkennen, ob Hunde white-factored sind oder nicht, da si-
und sp-Zeichnung gemeinsam aufteten können
und auch gemeinsam vererbt werden.
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sw
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extreme
Weißfärbung mit nur ganz wenigen kleinen farbigen
Flecken, Fehlfarbe beim Australian Shepherd, (kommt beim Australian
Shepherd so gut wie gar nicht vor)
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Obwohl
es generell vier Möglichkeiten gibt, können bei einem
Einzelhund nur zwei Allele vorhanden sein (z.B. SS oder sisi).
Die Dominanz erfolgt in der oben angeführten Reihenfolge, S
ist also dominant über si, sp und sw.
Vollständige Dominanz besteht nur bei Einfarbigkeit, d.h. die
Varianten SS, Ssi, Ssp und Ssw
sind einfarbig, tragen aber genotypisch die Anlagen für Scheckung
in den verschiedenen Variationen in sich. Bei den anderen Allelen
spricht man von unvollständiger Dominanz, d.h. ein Allel überdeckt
das andere nur teilweise.
Das tatsächliche Ausmaß der Weißfärbung wird
außerdem noch von sogenannten Modifikatoren bestimmt. Plus-Modifikatoren
erzeugen etwas mehr Weißanteil, Minus-Modifikatoren etwas
weniger. Ihr seht also, die Weißvererbung ist ein ziemlich
komplexes Kapitel.
Ganz unabhängig davon ist allerdings die weiße Fellzeichnung,
die aufgrund von Merle x Merle-Paarungen entsteht. Rein rechnerisch
sind 25 % der Welpen aus Merle x Merle-Paarungen homozygote Merles.
Ihre Zeichnung ist in den meisten Fällen übermäßig
weiß mit nur wenigen farbigen Flecken (es gibt aber auch homozygote
Merles, deren Weißanteil nicht ganz so hoch ist). Damit verbunden
gehen Seh- und Hördefekte und auch andere körperliche
Schäden einher, nur wenige homozygote Merles haben keine Schäden.
(Merle x Merle-Paarungen werden in unserer Zuchtstätte nicht
durchgeführt.)
Obwohl beim Australian Shepherd die übermäßige
Weißzeichnung und Flecken an den falschen Stellen Fehlfarben
sind (da sie häufig mit Seh- und Hörschäden verbunden
sind), gibt es beim Aussie ausgesprochen viele verschiedene (korrekte)
Weißzeichnungsmuster. Die einzelnen Aussies sehen mit ihren
verschieden hohen Weißanteilen sehr unterschiedlich aus und
tragen so zum Gesamtbild einer insgesamt sehr bunten Rasse bei.
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